Der Wahl-Innsbrucker Johnny Demaine verfügt über den siebten Sinn, in vermeintlich schon komplett erschlossenen Gegenden immer noch unentdeckte, lohnende Wandteile zu finden und in diesen dann schöne Routen zu erschließen. Neben dem „Tiroler Biokalk“ hat er jetzt an der Martinswand der Kletter-Community ein zweites Meisterwerk hinterlassen: „Sunny Side Up“.
Die Tour startet in der Nähe der vergessenen und erst im neuesten Innsbruck-Kletterführer wieder beschriebenen Route „Föhrentango“. Nach einer netten Aufwärmlänge kommen die zwei Schlüssellängen, welche man auch gut zusammenhängen kann. In der folgenden, sehr schönen Länge kann man dir den Pump etwas aus den Armen klettern und die schrofige 4er-Länge verdrängt man am besten, denn anschließend folgen noch wunderschöne Züge in bestem Fels! Wer glaubt, dass es sich bei der Route hauptsächlich um Plattenschleicherei handelt, wird über die Steilheit erstaunt sein …
Der Name kommt von der bekannten Radiosendung am Sonntagvormittag – siehe dazu die Story auf FM4.
Zustieg: wie beim Föhrentange (siehe Kletterführer Innsbruck Rock, Versante Sud Verlag – unter anderem auch bei uns im KI erhältlich) nach Zirl und von dort weiter zum Sektor Grottenweg. Von dort über den Klettersteig-Abstieg zum Einstieg der Route.
Abstieg: abseilen über die Route.
Material: alpine Sportkletterausrüstung mit mind. 60 m Einfachseil und 14 Express.
Bilder von Johnny DeMaine und Simon Schöpf.


