Zugspitze - 'Neue Welt' bzw Schneefernerkopf (30-45 ° und 60 m Abseilstelle), Ehrwald

Der Klassiker (rot) mit seinen etwas steileren Varianten (blau) und der 60 m Abseilstelle (grün) Die Ausfahrt erfolgt am besten der roten Linie folgend in das Ehrwalder Skigebiet und dann mit dem Skibus zurück zur Zugspitze Talstation.
Wer auf die Abfahrt mit der Gondel in das Skigebiet verzichten will, quert nicht weniger steil als die "Neue Welt" über den Grat nach vorne und dann direkt zu den Liften hinunter. Wie sehr dies von den Seilbahnbetreibern gewünscht ist, steht auf einem anderen Blatt.
Reini Scherer beim Plausch mit Zirkwitzer Franz, der nach eigenen Aussagen in seinen jungen Jahren vermutlich die Erstbefahrerung der "neuen Welt" machen konnte.
Der Zustieg zur Bergstation des alten Sesselliftes.
Die sanfte und immer steiler werdende Einfahrt.
Die steilste Passage im oberen Teil.
.Die 15 m Querung vom Drahtseilstand zum nächsten Drahtseil (Vorsicht eisige Stellen) und damit zum 60 m Abseiler (auch in 30 m Abständen befinden sich einige alte Normalhakenstände)
In 30 m Abständen befinden sich auch einige alte Normalhakenstände. Am besten ist aber, einfach 60 m abseilen.
Anbei der Ausschnitt von der Zeitschrift Alpinismus 12/1968, den mir Otti Wiedmann vorbeigebracht hat. Mit Bleistift oben vermerkt, das Datum seiner Abfahrt mit Arnoild Larcher.

17.3.2009 Ein Klassiker im Bereich der extremen Skitouren ist die "Neue Welt" an der Zugspitze. Wenn man bedenkt, dass diese Linie bereits vor über 40 Jahren nach eigenen Aussagen vom Ehrwalder Skilehrer Franz Zirkwitzer erstbefahren wurde, dann kann man nur den Hut ziehen (Recherchen von Otti Wiedmann haben ergeben,dass er selbst - Otti - diese Abahrt bereits 1963 (am 24.2 mit Arnold Larcher) auf Empfehlung anderer, die von der Erstbefahrung in den 50er Jahren sprechen, gemacht hat. In einem Zeitschriftenartikel "Alpinismus" vom Dezember 1968 wird diese Abfahrt bereits als Geheimtipp erwähnt und ähnlich wie die Holzer Rinne am Pordoi mit 40 Grad angegeben. (Naja, a bissl steiler hommas schon gmessn!)

Jedenfalls: knappe 150 Hm im Aufstieg und dafür fast 2000 m Abfahrt,... genial. Bei unserer Befahrung hatten wir die Ehre mit dem "Erstbefahrer" zu sprechen, der uns bereits in der Gondel ansprach, weil wir ihm verdächtig vorkamen. Der kurze Plausch über "alte Zeiten" , darüber wie ein anderer Skifahrer 3 Wochen nach ihm diese Linie ebenso befahren konnte und sich in den deutschen Medien (Alpinismus) irrtümlicher Weise als Erstbefahrer ausgab und der Plausch darüber, was die Ehrwalder Szene bereits alles gefahren hatte, flöste uns gehörigen Respekt ein. Auch die NW Wand der Hohen Wand und andere noch viel steiler Wände wurde bereits vor  Jahren unter anderem  von Alex Rauter und seinem Gefährten befahren (Foto folgt in Kürze).

Übrigens:

Von der Zugspitze wird immer wieder auch direkt unter der Seilbahn der Ehrwalder Zugspitzenbahn über den Klettersteig zur Wiener Neustädter Hütte und von dort Richtung Süden (Viererstütze) in das große Kar ("alte Piste") abgefahren. Zusatzinfo dazu bei bergprofi.com. Details bei Gelegenheit.

Weiters:

Südlich der Zugspitze befindet sich die Ehrwalder Sonnenspitze (rote Linie) die ebenso immer wieder befahren wird (zuletzt am 13.4.2009) und unten entweder nach Osten über Seebensee zu den Liften oder direkt nach unten (NW) ins Langlehn befahren werden kann.

Grün: Abfahrten von der Hochwannig. Blau: Zustieg zur Schwärze (90 m Abseiler in 600 m lange, 45Grad Rinne). Dunkelblau Übergang zu den Marienbergliften mit kurzer steiler Passage in Rinne. Rosa: Bieberwierer Scharte. Violett: Fernpassrinne