Steile, alpine Skiabfahrten an der Inntalkette - Karwendel: Hochnissl, Bettelwurf, Roßkopf und Kleiner Solstein.

1. Hochnissl: rechts die klassische Südostflanke, links die Südseite,

2. Bettelwurf, hier mit seinen beiden Varianten und der Abfahrt östlich der Hütte.Üblicherweise wird bei der Hütte nach Westen gequert und überdie Platten (Abfahrt vom Signalkopf) abgefahren. Die Platten imunteren Teil (35-40° steil) sind nur selten befahrbar. Am ehestenbei schneereichen Wintern, in sicheren Perioden (meist nur ca 10Tage lang) im Jänner oder Februar.

3. Roßkopf im Halltal mit dem Knackpunkt, die Schlüsselstelle am Sattel beioptimalen Bedingungen zu erwischen. Bis 50° /600m, dann noch überweitere 1000 Hm im schönsten Gelände zum Halltal hinaus.

Am Sattel

4. Kleiner Solstein

Die letzten Meter raus aus der Klamm

Dezember 2010 Amor Gunnar, der allseits bekannte und bescheidene Hüttenwart der Bettelwurfhütte hat mir nach langem Betteln ein paar Informationen und Bilder zu seinen Abfahrten gemeinsam mit seinem Bruder Andreas zukommen lassen. Auch wenn die beiden nicht gerade jene sind, die derartige Unternehmungen gerne in der Öffentlichkeit präsentieren, so finde ich sie für eine "Dokumentation von großartigen Skiabfahrten in Tirol" trotzdem von großer Bedeutung und ich bedanke mich, die Bilder und Daten auf unserer homepage präsentieren zu dürfen.

Darüber hinaus dürfen in diesem Inntal-Rahmen ein paar Eckdaten zur Speckkarspitze, zur Rumerspitze und zur Brandjochspitze nicht fehlen.

Hochnissl Spitze 2547m, Südseite, kurz bis ca 50°, sonst 35 - 45°/1400m/3x ca 

                         20-25 m abseilen (Normalhaken bzw Latsche) A.+G.Amor 10.01.2009

Bettelwurf 2650m, 35-45°/1500m/1800 Hm, ab Höhe Bettelwurfhütte entweder Richtung 

                Westen über die Platten, Jägersteig oder direkt durch die Rinne östlich der Hütte,  

                bei  letzterem muss unten abgeseilt werden (noch keine Bohrhaken), über die 

                Platten von Einheimischen

                vermutlich bereits in den 70er und 80er Jahren befahren. Abfahrt mit Abseilen 

                östlich der Hütte vermutlich von G+A Amor 2007 erstbefahren 

Lafatscher Roßkopf 2670m, 40 - 50°/600m/ 1800 Hm, bei wenig Schnee muss meist

               im eisigen 

               Gelände kurz oberhalb der Scharte ca 20 m abgeseilt werden (1 Normalhaken), 

               Tschiner Stef und Sepp 3.5.1995 (Link hier)   und A.+G.Amor 18.4.2010; 

               Weiterer Link

Kleiner Solstein 2637m, 30- 45°/1500m/1750 Hm vom "Weites Tal" in den "Kurzer 

                       Lehner" 1 x 30m und 1 x  50 m abseilen, vom "Kurzer Lehner" in die 

                       "Kranebitter Klamm" 1 x 15 m und 1 x 50 m abseilen (es wurden nachträglich 

                       Verbundanker gesetzt)  A.+G. Amor 2.3.2005 

Ergänzung:............................................................................................

Rumerspitz 2454m, direkte Südabfahrt, kurze Gipfelrinne 40-50°/100m, 

                               Rest 30-35°/1100m / 1550 Hm 

Brandjoch 2559m, - direkte Gipfelflanke SO, 40-50°/550m/ Rest 30-35°/ 1650 Hm

                                 - auch die SW Flanke ins Schneekar und weiter zur Aschbachhütte soll 

                                    bereits gefahren worden sein. Eine versteckte, diagonale, von Osten 

                                    nach Westen abfallende kurze Rinne soll ins Schneekar 

                                    hinunterführen.  Bei schlechten Bedingungen muss diese eventuell 

                                    auch  kurz abgeklettert werden. Weitere Informationen derzeit 

                                    nicht bekannt.

Speckkarspitze 2621m, Südsporn über die Platten, 33-43°/1000 m / 1800 Hm

Signalkopf 2504m, 33-38°/ 900 m / 1700 Hm

Mandlspitze 2366m, OSO Rinne, 40-45°/150 m, 1500 Hm

Hochnissl Spitze 2547m, Westflanke übers Steinkarl (35-42°/700m) und dann A0 ins 

                  Zwerchloch (am Ende des Steinkarls verlief die Abfahrt zuerst rechtshaltend und 

                  dann über eine steile Rinne ca  50-100m abkletternd ins Zwerchloch; eventuell ist 

                  für jene, die den Jägersteig kennen eine durchgehende Abfahrt eher linkshaltend 

                  möglich) Messner M/Schlögl F / Rerl C 1997

Walderkamp-Hohe Fürleg, Südrinne 40-47°/1200m (in der unteren Rinne = Variante vom

                  Punkt 2006 muss insgesamt 3 x abgeseitl werden - Normalhaken und 

                  Latschen), Scherer / Zwirner 2004 (siehe Bericht vom Jahr 2004)

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1. Hochnissl: rechts die klassische Südostflanke, links die Südseite

2. Bettelwurf, hier mit seinen beiden Varianten und der Abfahrt östlich der Hütte.

                   Üblicherweise wird bei der Hütte nach Westen gequert und über 

                   die  Platten (Abfahrt vom Signalkopf) abgefahren. Die Platten im 

                   unteren Teil (35-40° steil) sind nur selten befahrbar. Am ehesten 

                   bei schneereichen Wintern, in sicheren Perioden (meist nur ca 10 

                   Tage lang) im Jänner oder Februar.

Die Abfahrten vom Signalkopf (33 - 38°/ca 900 m / 1700 Hm)

                     von Speckkarspitze ( 33 - 43° / 1000 m / 1800 Hm)

                     vom Bettelwurf (33 - 45°/ 1200m / 1850 Hm)

3. Roßkopf im Halltal mit dem Knackpunkt, die Schlüsselstelle am Sattel bei 

                optimalen Bedingungen zu erwischen. Bis 50° /600m, dann noch über 

                weitere 1000 Hm im schönsten Gelände zum Halltal hinaus.

4. Kleiner Solstein