Skibergsteigen extrem in der Mieminger Kette - neues über die Hohe Wand, Griesspitze, Mitterspitze, Handschigg und die Winterüberschreitung!

Hohe Wand SO Abfahrt "Seitensprung" (die blauen Lineine wurden bereits früher befahren).

Hohe Wand Abfahrt über den Osttgrat und dann in die Nordrinne (die strichlierte Linie wurde bereits früher befahren).

in Rücksprache mit den Jägern und der Bundesforst sollten diese Linien nicht meht befahren werden, weil man unten, sobald es etwas flacher wird, in das große Einstandsgebiet, sprich Winter-Rückzugsgebiet der Wildtiere und in späterer Folge zur Wildfütterung gelangt!

Die einzelnen Linien von Reini, David Lama, Klaus Zwirner und Johannes Zangerl:Westl. Mitterspitze SW Rampe (blau Aufstieg über Normalweg)

die meist abgeblasene Stelle unterhalb vom Gipfelgrat.

selbst der Abstieg übers "Plattig" war mit wenigen Ausnahmen fahrbar.

Östl Mitterspitze Südsporn (rot) blaue Linien wurden bereits früher befahren.

Fotos unten: Handschuhspitzen im Juni 2010 von Norden mit den derzeit befahrenen Linien, das Foto vom Juni zeigt, wie lang man hier auch im Frühjahr noch abfahren kann.

1. Direkte Gipfelrinne Nord vom Handschigg2. Pleisental Nordrinne3. Ypsilonrinnen4. Engelkar Nordabfahrt

direkte Nordrinne vom Gipfel des "Handschigg".

Direkt unterm Gipfel des "Handschigg" (Einfahrt von links oder rechts).

Mal schauen ob wir hier richtig sind.

na, passt ja eh.

Der obligate Abseiler im unteren Drittel (25m).

In schneereichen Winter ist diese Rinne auch durchgehend "weiß".

Schneeferner Egg (grüne Linie)Info der Schneeferner wird von den Einheimischen "Fisch" genannt

am Grat deutlich zu sehen: die Spuren vom Markus und Jochen von der Mieminger Überschreitung (hab die beiden leider um einen Tag verpasst)

der Tiefblick, rechts die große Mulde der "Fisch".

die Querung herüber in die große Schoß (43 - 48° steil)

Die Linie / Abfahrt erfolgt genau am Rücken des auffallenden Grates

Dezember und Jänner: "Der schlechteste Winter seit vielen Jahren" oder "unterdurchschnittliche Schneelagen von Außerfern bis ins Karwendel" so und ähnlich lauten die Schlagzeilen des heurigen Winter 2010/2011. Aber jede Schneelage bietet auch ihre Vorteile und so konnten Abfahrten bewältigt werden, die in vielen Wintern durch die Lawinengefahr gar nicht möglich waren bzw durch die frühjahrsähnlichen Verhältnisse und die niedrige Sonneneinstrahlung um einiges leichter in Angriff zu nehmen waren. Dies belegen auch die anderen steilen Spuren, die in diesen Monaten von den der Mieminger Kette zu sehen waren (zb vom Hochplattig).  

Praxmarer Markus aus Mieming konnte allein im Jänner - immer im Alleingang - sein  

"Himmelreich"  von der Griesspitze (43-46°/700m/Einzelstelle bis 55°/ (1800 HM) und den 

"Seitensprung" von der Hohen Wand (45-50°/400m/1700Hm) befahren  und ist vom 

Gipfel der Hohen Wand über den Ostgrat in die Nordwand (45-55°/450 m/1700Hm)

abgefahren. Dabei gilt erneut zu betonen, dass die Nordabfahrten von der Hohen Wand hinüber bis zur Hohen Munde von den Jägern nicht gern gesehen sind und zu Konflikten führen können, da sich ganz unten eine riesige Wildfütterung befindet und von oben kommende Skifahrer das Wild aufschrecken. Markus und ich bitten daher, auf diese Abfahrten zu verzichten oder über die Niedere Munde wieder nach Süden zurückzugehen, anstatt ins Gaistal abzufahren. Die nordseitigen Linien sind hier lediglich aus Gründen der Dokumentation abgelichtet.  Wir werden in Kürze versuchen die Lage mit den Bundesforsten und den Jägern zu klären. Aber unter uns gesagt: die Abfahrten sind ohnehin derart steil und gefährlich, dass in den nächsten 10 Jahren maximal und wenn überhaupt 3 Leute abfahren werden.

Übrigens ist Praxmarer Markus gemeinsam mit Jochen (aus Nassereith) Mitte Februar mit 3 x Übernachten die vermutlich zweite Winterüberschreitung der Mieminger Kette gelungen. Wie bereits beim Bericht von Hangl, Sprenger und Zak bei der ersten Überschreitung zu lesen war, war nicht die Überschreitung der Mieminger Kette eine gute Vorbereitung für die Begehung der Eigernordwand, sondern umgekehrt. Auch Jochen war kurz vorher in der Eiger und teilt diese Meinung. Die Verhältnisse sollen zäh, nordseitig teils extrem eisig und teils bodenlos griesig gewesen sein und dies auf all den lockeren und brüchigen Felsplatten.  Gratulation zur Überschreitung.

Reini Scherer hat im Jänner und Feber die

"SO Rampe" - Westl. Mitterspitze (45-48°/300m/40°/600m/1800 Hm) am 1.1 mit Lama, den 

"Südsporn" - Östl. Mitterspitze (40-45°/700m/Einzelstellen bis 48°/1800Hm) mit Zwirner, das 

"Schneeferner Egg" Griesspitze Ostgrat (43-48°/500m/1800Hm) im Alleingang, und die

"direkte Nordrinne vom Handschigg" ins Berglerkar (43-53°/A0/350m/20 m Abseilstelle) mit 

                             Johannes "Joggl" Zangerl abfahren können und dabei ein paar Bilder

                             machen können.

Die einzelnen Abfahrten von "Praxi":

Griesspitze "Himmelreich" (die blauen Linien wurden bereits früher befahren)