Skibefahrungen: Hochplattig SO Flanke, Hochplattig SO Flanke und Hochplattig NW Flanke

unterbrochene Linie=versteckte Rinnen. Vor allem der Quergang war extrem steil und exponiert

Anfangs noch gemäßigt 45° steil auf den Vorbau (Metzen) mit Blick ins Alpl.

.die erste versteckte Rinne, war eisig und satte 55° steil und ließ erste Zweifel aufkommen

.der Übergang in die nächste Rinne an einem schmalen Grat und brüchiger Kletterstelle

.der extrem ausgesetzte und 55-60° steile Quergang

Naja, zumindest gibts jetzt eine neue "Eisrinne" auf den Hochplattig (Zitat Klaus)

.die ersten Eisglasuren und links haltend geschützt vor Steinschlag

nur noch 80 Hm zum Gipfel.

.endlich konnte die Spannung nach diesem Aufstieg etwas abfallen

.die traumhafte Firn - Abfahrt über die Schulter zum Judenfinger

Der Aufstieg über die Firnhänge zur Niederen Munde (in anderen Wintern sind hier meterhohe Latschen).

Der erste Tiefblick von der Einfahrt 1450 Hm hinunter bis zum Gaistalbach. Mit dem Movement Ski "Sluff" bin ich super zufrieden. Dank meinem Ski-Sponsor über Mammut Österreich!

Die Flanke (50°/250 m) war steiler als ich Benni versprochen hatte. Da es seine erste richtige Steilabfahrt war, bevorzugte er, sich zweimal kurz (15 m) zu sichern. Trotz allem: Respekt Benni!

Links deutlich zu erkennen, die Einfahrt, über die vor Jahren Neuner Albert von der westlichen Munde eingefahren ist (ca 50°/25 m, dann 45-35° bis hinunter).

Unten Benni in Aktion, 30 m "skiers left" kann man diese Stelle umfahren.

Die Ausfahrt zm "Rauhen Kessel Nord".

Die Rinne hiununter zum kleinen Querband,

kurz 25 m aufsteigen und unter den Felsen in die benachbarte Rinne wechseln, um nicht ins Jagdschutzgebiet zu kommen

Rassiger Abschluss bis hinunter zum Bach.

Der Blick nach oben lässt Freude aufkommen. Familie Hangl hat uns dann nach Strassberg zurückgebracht.

Sieht felsendurchsetzter aus, als es ist. Lediglich bei der 100 m langen Querung muss man sich etwas durchschwindeln. Der Rest ist Skivergnügen vom Feinsten!

Tiefblick über die 40° steilen Hänge.

die letzten 250 m steilen sich dann auf 45-48° auf. Sexl Martin und Mauracher Christian sind 2 Tage zuvor über diese super Flanke abgefahren (40-48°/ 750m, 30-35°/ 750m)

Manchmal gibts auch ein Foto von mir (reini am Gipfel).

Am tiefsten Punkt des Grates - die Einfahrt - kurz 5 m über eine kleine Rinne absteigen.

Die bis in den Frühsommer mit Schnee bedeckte Gipfelflanke (45°). Hinten das Gipfelkreuz.

weiter unten wird es etwas felsendurchsetzter und mit bis zu 50° auch etwas steiler.

der ca 100 m lange Quergang entpuppt sich als weniger schwierig als vermutet.

Die tolle Ausfahrt ins Igelskar hinunter Richtung Breitenkopfhütte.

Anschließend über die Igelsscharte, das Tajatörl, die Grünsteinscharte und das Stöttltörl zurück nach Mieming, oder mit den Liften nach Ehrwald, mit dem Bus nach Biberwier, dort mit dem Lift zur Marienbergscharte und hinüber zum Hölltörl -weiter zum Stöttltörl und hinaus nach Mieming, ....oder so wie wir: sich von seiner lieben Frau mit dem Auto aus Ehrwald abholen lassen - Danke Susanne.

16-18 März 2012 Freitag, Samstag, Sonntag, 3 Tage hintereinander, jeweils 4 Uhr Tagwache, jeweils 1500 - 1800 HM und jeweils 50°. Dasselbe hatten wir genau vor 3 Jahren zur gleichen Zeit in Chamonix, ... jetzt zu Hause in der Mieminger Kette, ... was will man mehr! Dank dem hervorragenden Wetter und der äußerst stabilen Schneelage ist es mir mit diesem Wochende gelungen, alle - mir bisher als unbefahren bekannte - Projekte, die ich seit 5 Jahren in der Mieminger Kette ins Auge gefasst hatte, zu verwirklichen. Zwar sind nicht gaaaar alle, der insgesamt 122 Linien in der Mieminger Kette jedem zu empfehlen, aber die allermeisten brauchen den Vergleich mit anderen internationalen Steilabfahrten nicht zu scheuen. Ermöglicht haben dieses Mehrjahres-Unternehmen aber auch all meine Begleiter. Mein größter Dank ergeht an Zwirner Klaus, der mich bei vielen heiklen Abfahrten begleitet hat und an Dieter Stöhr, meinen Lehrmeister in Sachen Skibergsteigen und Eisklettern.

16.3. Hochplattig SO Flanke über die "Metzen" ins Alpl, 50-55°/450 m/Passagen bis 60°/

                                         1500 Hm/leider nur im Aufstieg - Abfahrt zu spät, zu heikel

17.3. Hohe Munde Fürleg NO Flanke ins Gaistal, 50°/250 m der Rest 45-35°/1300 m

18.3. Hochplattig NW Flanke, Alte Nordwand hinunter zur Breitenkopfhütte/45-50°/500 m

 _________________________________________________________

1. Hochplattig SO Flanke gemeinsam mit Dieter Stöhr und Zwirner Klaus: es gibt Dinge, die musst du probieren, um zu erkennen, dass es "noch" nicht geht. So auch bei dieser Linie. Obwohl es mir gelungen ist, eine durchgehend mit Schnee bedekte Linie durch diese Flanke zu finden, hat es letztlich nicht gereicht. Vielleicht waren wir aber auch nur um ein paar Tage oder Wochen zu spät drann, ... wer weiß. Letztlich haben uns die ständig wechselnden Expositionen (glasiges Eis auf der einen und stark durchfeuchteter Schnee auf der anderen Seite der vielen kleinen Rinnen und die stark durchfeuchteteen Schneebalkone in den Felsen über der Rinne) und die kurzen, aber extrem steilen (bis 60°) Übergänge dazu bewogen, auf eine Abfahrt zu verzichten. Auch der einsetzenden Steinschlag bewog uns zum Zweifeln. Die Sonne hat in einigen Stellen auch bereits ihren Beitrag geleistet und mitten in der Rinne Felsen hervorgebracht und gleichzeitig Eisrinnen erzeugt. Alles in allem entstand der Eindruck, dass eine derzeitige Befahrung mehr einem Abrutschen und Absteigen einer Eisrinne näher kommt, als einem Abfahren in einer Schneerinne. Die ursprünglich geplante Einfahrt bei der markanten Wechte, verlief sich im "Nichts",und der Wechsel in die andere Rinne wäre nur mit Seil möglich gewesen. Wir hatten nur ein kurzes Restseil dabei. 

Dafür konnten wir aber die Abfahrt über den "Judenfinger" bei Firn genießen (40-43° / A0 50° steile und 75 m lange Felsrinne abklettern oder in 15 m Abständen abseilen)  

2. Hohe Munde - Fürleg NO Flanke gemeinsam mit Hangl Benni sen.: Südseitig von Telfs über Strassberg und die Niedere Munde auf die Oberste Fürleg (dort wo der Klettersteig nach Süden in das Rauhe Tal hinüber zur Westlichen Munde beginnt) Genau von dort nordostseitig in den Kessel hinunter und dann mit einem Wechsel der Rinne ins Gaistal hinunter. In Absprache mit den Jägern im letzten Jahr gehört diese Rinne nicht mehr zum Jagdschutzgebiet und wird als Abfahrt toleriert.

3. Hochplattig Westgipfel - NW Flanke - Alte Nordwand mit Riser Johannes aus Obsteig: mein letztes großes Projekt in der Mieminger Kette. Die Wettervorhersage zwang mich dazu, auch am 3. Tag in Folge noch früh aufzustehen. Es hat sich gelohnt. 1850 Hm Aufstieg von Mieming über die Südflanke zum Westlichen Hochplattig.

Anschließend über die Igelsscharte, das Tajatörl, die Grünsteinscharte und das Stöttltörl zurück nach Mieming, oder mit den Liften nach Ehrwald, mit dem Bus nach Biberwier, dort mit dem Lift zur Marienbergscharte und hinüber zum Hölltörl -weiter zum Stöttltörl und hinaus nach Mieming, ....