Ski Extrem Mieminger Kette: Hohe Munde 'Arche Noah' (40-45°/900m/A0) und Hochwand 'King Line' (45-53°/650m/A0)

Die symbolische Einfahrt durch die "Arche Noah"

Die steile Einfahrt in die Nordflanke (unten die Hämmermoosalm)

Auf den letzten Metern zum Abseiler (kleine "Schnapper" bis 50°)

Die Ausfahrt aus der N Wand über eisige Felsplatten hinunter zur "Norddiagonalen"

King Line in grün.

Der Übergang von der westlichen zur östlichen Spitze der Hohen Wand, auch "Totenwand" genannt.

Die ersten Meter über den Ostgrat.

dann in die immer steiler werdende NO Flanke.

und schließlich in der Mitte zum Abseiler hinunter .

Zu Ostern 2011 konnte Reini Scherer gemeinsam mit Zwirner Klaus eines ihrer letzen Ski-Projekte von der Hohen Munde verwirklichen. Bei äußerst stabilen Verhältnissen und bei noch ausreichender Schneelage gelang ihnen die direkte Abfahrt nach Norden in die Gurgl hinunter (40-45°/900 m/A0). Die Einfahrt mitten durch die Lawinenverbauungen, die an einen riesigen Schiffsbug erinnert, hatte beinahe schon symbolischen Charakter und so kam der Name "Arche Noah" zustande. Auf halbem Weg im oberen Teil befindet sich ein kleines Felsband (ca 20 m hoch) über welches abgeseilt wurde. Auf Grund der dürftigen Schneelage wurde insgesamt gleich 60 m über das nachfolgende Schneefeld und das kleine Felsband ( 4 m) abgestiegen. Bei normaler Schneelage ist das untere Band ohne Probleme befahrbar. Vorsicht vor den Eisplatten bei der Ausfahrt aus der eigentlichen Nordwand (lange Querung). Ab Beginn der Latschen (auf Höhe 1700 m) wurde auf Grund der Schneelage zu Fuß über den Wald und den anschließenden Forstweg abgestiegen .

Übrigens - Hohe Wand NO Flanke (45-53°/650m/A0): einige, der verloren gegangenen Fotos von der letztjährigen Befahrung der Hohen Wand NO Flanke ("King Line" durch Scherer / Lama) konnten  vor kurzem wieder hergestellt werden. Aus dokumentarischen Gründen wollen wir euch diese wenigen Bilder nicht vorenthalten.  Auch hier musste im Mittelteil, im Bereich der bis zu 57° steilen Felsplatten (auf denen - wie übrigens auch sonst fast immer -  kein Schnee mehr war)  knapp daneben in einer Rinne 60 m abgeseilt werden.    Damals wurde das Sperrgebiet, in dem übrigens überhaupt kein Schnee mehr lag, über den Forstweg zur Tillfußalm und damit weit außerhalb der Wildfütterung zu Fuß verlassen. Seit der Besprechung mit den Jägern und der Bundesforste im Jänner 2011 ist auch diese Variante in Rücksicht auf das Wild nicht mehr erwünscht.