Jede Menge Fels: Innsbruck ist die Hauptstadt der Kletterer

Nirgendwo sonst in den Alpen gibt es das: Großstadt und Fels in Hülle und Fülle. Doch Spitzensportler kommen noch aus einem weiteren Grund nach Innsbruck.

Eine Reisereportage der Augsburger Allgemeinen

Unten am Seil wird gerade jemand ungeduldig. „Hey, Schluss jetzt! Oder bist du Kate Moss?“ Oben ist Roby, er ist aus London nach Innsbruck gekommen, um dort das erste Mal zu klettern, unten steht Lenka aus Prag, auch sie ist Anfängerin. Beide üben gerade mit dem Bergführer Franz Wagner an einer leichten Route in der ziemlich großen Martinswand, nur einen Katzensprung von Innsbruck entfernt. Und Roby wird fotografiert. Lenka ist ungehalten, weil Roby so ausgiebig posiert. Jetzt ist sie sich sicher: „Du bist Kate Moss!“ Anscheinend macht nicht nur Klettern, diese Extrem-Erfahrung der Vertikalen, sondern auch die Suche nach dem perfekten Foto in der Wand süchtig.

Roby und Lenka haben sich für ihre ersten Meter am Fels den besten Ort ausgesucht: Innsbruck, die Kletter-Hauptstum Kugelnadt in Europa. 130.000 Menschen leben hier mitten in den Bergen. Nördlich und südlich der Großstadt finden sich mehr als 1000 verschiedene Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden: kurze Sportkletter-Routen, lange Alpin-Routen, Eiskletter-Routen und Klettersteige. Und wer bereit ist, noch ein paar Kilometer weiter zu fahren, findet in den benachbarten Tälern und Gebirgsketten eine noch viel größere Auswahl. So etwas gibt es sonst nirgends in den Alpen: eine Stadt dieser Größe mit diesen Möglichkeiten und so viel Fels.

Zum Medienbericht Augsburger Allgemeine