Hohe Munde direkte Nordwand ins Plattach (35 - 42 Grad und 2 Abseilstellen)

Die Linie übers Plattach bis zum Gaistalkreuz. Die Lawine ging über den Bach direkt bis zum Gaistalweg.Von dort in 10 min bis zum Parkplatz.

In den letzten Tagen lösten kleine Nasschneekugelen riesige Lawinenbretter aus, die zum Teilnoch bedrohlich über der Aufstiegsspur hingen. Die Ostflanke sah nicht mehr gut aus.

Die Einfahrt in die Nordwand (ca 42 Grad) sieht Furcht einflößend aus. Durch die Lawinenbretter in der Ostflanke waren wir vorgewarnt. Man quert zuerst nach vorne bis unter die Felsen (auch die direkte Einfahrt vom Westgipfel ist denkbar) und dann direkt nach Norden in den "Schlund"

Zögernd fahren wir in die steilen Hänge ein.

Auf der Suche nach der besten Linienwahl.

Die Abfahrt von der oberen in die unteren Mulde, wo dann die 80 m Abseilstelle wartet. Mit Blick auf die Hemermoosalm.

Ab in den dunklen Schlund.

Die erste Unterbrechung von der oberen in die untere Mulde bewältigen wir in Abfahrtsrichtung rechts mit einem 15 m Abseiler (1 Bohrhaken). Weiter westlich in der Mitte der Mulde hätte eine schmale Rampe nach unten geführt.

Die Abfahrtslinie im oberen Teil mit den insgesamt 3 Abseilständen. 15 m (1 Bohrhaken), 30 m (1 Bohrhaken im auffallenden Stein 5 m vor dem Abgrund, siehe Kreis) und 50 m (2 Bohrhaken). Wir hielten uns absichtlich eher östlich beim guten Schnee im Schatten und bei den Überhängen, da auf der anderen Seite bereits die ersten kleinen Nassschneerutscher über die Rinnen kollerten.

Nach den ersten 25-30m Abseilmetern über einen Überhang, kommt man wieder zu den Felsen auf einen kleinen Vorsprung (super ausgesetzt !!!). Von dort an 2 Bohrhaken nochmals 50 m in die Tiefe auf das Schneefeld.

Tipp: die Skier hängen besser am Gurt anstatt am Rucksack! Prusik nicht vergessen!

Ohne Worte, aber mit einem Tipp: Rucksack und Ski an den Gurt hängen und nicht auf den Rücken!

Ab nun wird die Abfahrt zum Genuss! Direkt über die Höhle führt die Abseilpiste herunter.

Super Bedingungen.

und super Hänge.

Direkt ober Klaus führt ein kleines, verstecktes Band diagonal nach unten.

Hart aber herzlich und weiter unten immer besser aufgefirnt. Die restlichen, traumhaften 600 Hm immer rechts haltend bis zum Gaistalweg

6.4.2009 Noch rechtzeitig, bevor die Hohe Munde ihre restlichen Schneemassen mit riesengroßen Lawinen zu Tale wirft, können Reini Scherer und Klaus Zwirner ihr letztes Projekt (zumindest für heuer) in ihrer Nordwand mit Ski befahren. Diese 1300 m lange und kontinuierlich mittelsteile Abfahrt übers Plattach bis zum Gaistalkreuz ist vom Allerfeinsten. Die etwas  Furcht einflößende Einfahrt in den "Schlund" der Norwand, die mega ausgesetzten Abseilstellen (80m hoch und ca 20 m überhängend!) und die traumhaften, kontinuierlich 35 - 42 Grad steilen Abfahrtshänge gehörem zum Feinsten, was die hohe Munde überhaupt zu bieten hat.