Für alle BenutzerInnen des Kletterzentrums Innsbruck

Damit du beim Klettern und Bouldern auf der sicheren Seite bist, gibt es Regeln, die für alle BenutzerInnen gelten. Wenn du neu bist, ist es wichtig, dass du dich damit vertraut machst, bevor es mit dem Spaß losgehen kann. Bitte beachte, dass du vor dem Eintritt die Benutzerordnung akzeptieren und eine Registrierung durchführen musst. Bei der Registrierung benötigst du deinen Lichtbildausweis.

1. Allgemeines

  • 1.1 Anlagenbetreiber des Kletterzentrums Innsbruck ist die „Alpenverein Kletterzentrum Innsbruck GmbH“ mit Sitz in der Matthias-Schmid-Straße 12c, 6020 Innsbruck, Tel. +43 0512 39 73 40 0, E-Mail: info(at)kletterzentrum-innsbruck(dot)at Schriftverkehr und Hinweise an: 
Alpenverein Kletterzentrum Innsbruck GmbH 
„Kletterzentrum Innsbruck“
 Matthias-Schmid-Straße 12c
, A-6020 Innsbruck, 
E-Mail: info@kletterzentrum-innsbruck.at
, Tel. +43 0512 39 73 40 0

  • 1.2 Beim Kauf einer Eintrittskarte kommt es automatisch zum Vertragsabschluss mit dem 
Anlagenbetreiber und somit zum Inkrafttreten der Benutzerordnung (BO) und der Verhaltensregeln in der Kletteranlage, welche einzuhalten sind.

  • 1.3 Anweisungen des Hallenpersonals ist Folge zu leisten. Bei schwerwiegenden Vergehen gegen unsere BO bzw. gegen die Verhaltensregeln oder bei Gefahr für einen sicheren Kletterbetrieb ist das Hallenpersonal befugt, Personen ohne Erstattung des Eintrittspreises der Halle zu verweisen. 

  • 1.4 Änderungen der Geschäftsordnung werden in der Kletterhalle ausgehängt und mit dem 
Datum des aktuellen Standes versehen. Sollten innerhalb von 2 Monaten keine Einsprüche oder Ablehnungen bei uns eintreffen, treten die Erneuerungen automatisch in Kraft. 

2. Benutzerberechtigung

Zur Nutzung der Anlage sind ausschließlich Personen berechtigt, die über ausreichend fachkundige Ausbildung und Erfahrung verfügen, um ein gefahrenfreies und sicheres Klettern mit Seil bzw. ein sicheres Bouldern (seilfreies Klettern mit Absprungmatten bis maximal 4,5 m Höhe) ausüben zu können, oder jene Personen, die selbst für eine fachkundige Anleitung durch dritte Personen gesorgt haben. Alle selbstständigen Benutzer müssen über ausreichend Kenntnisse zur gefahrenfreien Anwendung von Sicherungstechniken bzw. -maßnahmen verfügen. 

Das Klettern in der Anlage erfolgt auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr und erfordert aufgrund des erhöhten Sturzrisikos ein hohes Maß an Vorsicht, Rücksichtnahme und Eigenverantwortung. Das Kletterhallenpersonal führt keine Kontrollen darüber durch, ob die Benutzer der Anlage über ausreichend Kenntnisse verfügen, ob sie die Sicherungsmaßnahmen richtig umsetzen können oder ob eine fachkundige Aufsichts- bzw. Begleitperson anwesend ist.  

  • 2.1 Eine Benutzerberechtigung erlangt jeder, der sich in der Kletteranlage registrieren lässt und gleichzeitig mit seiner Unterschrift und anschließend mit dem Kauf der Eintrittskarte die Geltung der BO, der AGB und der Verhaltensregeln in der Kletteranlage akzeptiert.
     
  • 2.2 Die entsprechenden Check in - bzw. Registrierungsformulare liegen in der Kletterhalle auf. Sie können auch im Internet von unserer Website www.kletterzentrum-innsbruck.at heruntergeladen und bereits im Vorfeld zu Hause ausgefüllt werden. Dies erspart bei der Erstregistrierung viel Zeit.

  • 2.3 Erwachsene Anfänger sowie Anfänger jeder Altersstufe sollten einen professionellen Kletterkurs besuchen und sich ausbilden lassen. Ansonsten müssen erwachsene Anfänger das Registrierungsformular für Erwachsene ausfüllen und selbst dafür Sorge tragen, dass sie die Kletteranlage nur unter Anleitung einer fachkundigen dritten und volljährigen Person benutzen. Diese muss über alle erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen beim Seilklettern und Bouldern verfügen und die entsprechenden Sicherungstechniken und -maßnahmen anwenden können. Anfänger stehen während der gesamten Verweildauer in der Kletteranlage unter der Aufsicht dieser dritten Person, welche die volle Verantwortung für sie übernimmt und das hierfür benötigte Registrierungsformular für Erwachsene unterzeichnet hat. 

  • 2.4 Zwölf- bis dreizehnjährige Kadermitglieder, welche im Verein regelmäßig trainieren und regelmäßig an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen, dürfen nur dann unbeaufsichtigt in der Kletterhalle klettern, wenn das hierfür benötigte Registrierungsformular sowohl von den Eltern als auch vom Vereinstrainer unterschrieben abgegeben wurde. 

  • 2.5 Minderjährige bis 14 Jahre und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen die Kletteranlage nur in Anwesenheit einer erziehungsberechtigten Person oder einer fachkundigen Aufsichtsperson im Auftrag der Erziehungsberechtigten benutzen, welche das Registrierungsformular für Erwachsene unterzeichnet hat und während der gesamten Verweildauer in der Kletteranlage die Aufsichtspflicht erfüllt. 

  • 2.6 Jugendliche von 14–18 Jahren dürfen die Kletteranlage selbstständig benutzen, wenn eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorliegt. Ohne diese Einverständniserklärung kann keine freigeschaltete Eintrittskarte ausgestellt werden.
     
  • 2.7 Kursbesucher dürfen die Kletteranlage nur dann selbstständig und ohne Begleitperson benutzen, wenn sie die Registrierung vollständig ausfüllen können. Ansonsten – im Besonderen bei Anfängerkursen – ist immer jener Kursleiter bzw. Trainer für sie zuständig, der die Kursleitung übernommen und das hierfür benötigte Registrierungsformular für Kletterlehrer und Trainer unterzeichnet hat. 

  • 2.8 Kletterlehrer oder andere Gruppenleiter haben dafür Sorge zu tragen, dass unsere Benutzerordnung und unser Regelwerk von den Teilnehmern während der gesamten Verweildauer in der Kletteranlage eingehalten werden. Dies muss mit einem Registrierungsformular für Kletterlehrer bestätigt werden. Kletterlehrer und Trainer sind während der gesamten Verweildauer für die Sicherheit ihrer Kursteilnehmer verantwortlich. Das eigenmächtige Reservieren und Benutzen von Wandbereichen ist ausdrücklich verboten. 

  • 2.9 Angebot externer Kletterschulen, Vereine oder anderer Organisationen: Das Anbieten von Kletterkursen und/oder kursähnlichen Veranstaltungen im Kletterzentrum Innsbruck ist ausschließlich nach vorheriger Rücksprache und eingeholtem Einverständnis des Anlagenbetreibers erlaubt.

  • 2.10 Kraftkammer: Das Training mit freien Hanteln und Seilzügen birgt viele versteckte Gefahren.
    Ohne entsprechende Erfahrung im Krafttraining und im Umgang mit den Kraftgeräten sollte dieser Bereich nicht selbstständig benutzt werden. Kinder unter 12 Jahren dürfen generell nicht in die Kraftkammer. Minderjährige mit 12 und 13 Jahren und Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren dürfen dort ohne Begleitperson oder Trainer bzw. ohne Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten nicht selbstständig oder unbeaufsichtigt trainieren. Es gelten die in der Kraftkammer ausgehängten Benutzerregeln.

  • 2.11 Reservierte Bereiche: Im Kletterzentrum Innsbruck ist das Bundesleistungszentrum des Kletterverbandes integriert. Ausgewählte Bereiche der Kletterwände (z.B. großer Überhang indoor oder Boulder-Trainingsbereich im OG) können vom Bundesleistungszentrum jederzeit exklusiv für ein organisiertes Training reserviert werden. In den Kursbereichen (Klettergalerie und Bouldergalerie) ist es den Kletterlehrern der hausinternen Kurse erlaubt, die Bereiche während ihres Unterrichts für sich zu reservieren. Wir bitten um Verständnis.

3. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Kletterkurse (AGB`s)

  • 3.1 Die Öffnungszeiten für die Benutzung der Kletteranlage werden eigens ausgehängt und sind Montag bis Freitag von 9 bis 23 Uhr und Samstag, Sonntag, Feiertag von 9 bis 22 Uhr (Änderungen vorbehalten). Beim Routenbau und bei Veranstaltungen kann es zu einem eingeschränkten Kletterbetrieb kommen. Bei vorangekündigten Großveranstaltungen kann die Kletteranlage auch zur Gänze geschlossen werden. Die Benutzung der Anlage wird aber an 320 Tagen im Jahr mit jeweils 8 Stunden pro Tag garantiert. 

  • 3.2 Die Eintrittspreise gehen aus unserer Preisliste hervor. Ermäßigungen und erniedrigte Eintrittsgebühren für die jeweiligen Alterskategorien sind nur mit Vorweis eines gültigen Lichtbildausweises erhältlich (z.B. Alpenvereinsausweis und Personalausweis mit Foto). Jeder Nutzer muss während seines Aufenthaltes in der Kletteranlage die Eintrittskarte vorzeigen können. 

  • 3.3 Schwarzkletterern oder Nutzern, die sich ohne Entrichtung des korrekten Eintrittspreises in die Kletteranlage begeben, wird ein erhöhter Eintrittspreis von 100 € berechnet; weitere (Schadenersatz-) Ansprüche können geltend gemacht werden.

  • 3.4 Eintrittskarten AGB: Die Eintrittskarten sind nicht auf andere Personen/Kategorien übertragbar. Missbrauch der Karten wird mit Hallenverweis, vorübergehendem Hallenverbot, Entrichtung der Schwarzgeldstrafe oder weiteren (Schadenersatz-) Ansprüchen geahndet. Berufliche Verhinderungen, Krankheit, Urlaub, Weltreisen oder andere private Motive führen zu keiner Verlängerung oder Rückerstattung von Zeitkarten. Sollte es bei schweren Verletzungen zu einem ärztlich verordneten Sportverbot kommen, so können wir dir unter folgenden Bedingungen ein Angebot machen: Unmittelbar nach deiner Verletzung musst du die ärztliche Bestätigung und deine gültige Zeitkarte bei uns abgeben. Bei einer Verletzung im ersten Drittel deiner Zeitkarte verlängern wir die Karte bis zum Ende deines ärztlich verordneten Sportverbots, maximal aber um 20 % der jeweiligen Zeitdauer. Bei einer Verletzung im zweiten Drittel deiner Zeitkarte verlängern wir die Karte bis zum Ende deines ärztlich verordneten Sportverbots, maximal aber um 10 % der jeweiligen Zeitdauer. Bei späteren Verletzungen im Zeitraum von Zeitkarten besteht kein Anspruch auf Verlängerung von Zeitkarten. Eine Rückerstattung von Zeitkarten ist generell nicht möglich.

  • 3.5 Kletterkurse AGB: Kletterkurse kommen erst ab der genannten Mindestteilnehmerzahl zustande. Bitte gib unseren Kletterlehrern im Vorfeld über spezielle Probleme oder Vorverletzungen Bescheid, damit beim Kurs darauf Rücksicht genommen werden kann. Private, schulische oder berufliche Verhinderungen führen zu keinem Anspruch auf Rückerstattung des Kursbeitrages. Stornobedingungen: Bis 10 Tage vor Kursbeginn ist eine Stornierung möglich. Bei Stornierung bis 48 Stunden vor Kursbeginn werden 50 % in Rechnung gestellt. Stornierungen, die später als 48 Stunden vor Kursbeginn erfolgen, werden zu 100 % verrechnet. Aus Sicherheitsgründen bitten wir vor allem Kursanfänger regelmäßig am Kurs teilzunehmen. Kann die Sicherheit aufgrund des Verhaltens eines Kursteilnehmers nicht mehr gewährleistet werden, so behalten wir uns das Recht vor, in speziellen Fällen gegen Rückerstattung des restlichen Kursbeitrages diese Person vom Kurs auszuschließen. Kursbeiträge und die jeweiligen Eintrittskarten sind nicht auf andere Personen übertragbar und gelten nur zu den vereinbarten Kursterminen. Das Kursangebot ist auf unserer Website www.kletterzentrum-innsbruck.at ersichtlich. Die Anmeldung und Bezahlung für Kurse erfolgt online, bei Privatkursen auch direkt bei uns an der Kassa. Bei speziellen Fragen bitten wir euch, eine E-Mail an das Büro der Kletterschule zu richten: kurse@kletterzentrum-innsbruck.at oder direkt zu den Bürozeiten der Kletterschule (Mo–Fr von 16 bis 19 Uhr) anzurufen: +43 0512 39 73 40 0. 

  • 3.6 Ausrüstungsverleih: Zum Ausleihen von Ausrüstungsgegenständen sind nur jene Personen berechtigt, die die erforderlichen Kenntnisse bzw. Erfahrungen über die anzuwendenden Sicherungstechniken und -maßnahmen verfügen und die Bedienungsanleitungen der jeweiligen Ausrüstungsgegenstände kennen. Andernfalls muss selbst für eine Anleitung durch eine fachkundige Person gesorgt werden. Kinder und Minderjährige ohne vorliegende Einverständniserklärung sind nicht berechtigt, Ausrüstungsgegenstände auszuleihen, sondern lediglich die zuständige Aufsichtsperson. Die Ausrüstungsgegenstände dürfen ausschließlich in unserer Kletteranlage verwendet werden und werden nur gegen Hinterlegung eines Ausweises ausgegeben. Jeder Entleiher ist verpflichtet, die Ausrüstungsgegenstände vor und nach dem Gebrauch auf offensichtliche Mängel zu prüfen und diese und andere Auffälligkeiten unverzüglich zu melden. 

        4. Gefahrenhinweise

        • 4.1 Eigenverantwortung: Jeder Nutzer der Kletteranlage ist selbst dafür verantwortlich, dass er über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen beim Bouldern oder beim Seilklettern verfügt und diese anwendet; wenn er diese Kenntnisse und Erfahrungen nicht hat, muss er sich selbst um eine fachkundige Anleitung durch eine volljährige Person kümmern. Die Betreiber der Kletteranlage bzw. das Hallenpersonal führen keine Kontrollen durch, ob die Nutzer der Anlage über oben genannte Kenntnisse und Erfahrungen verfügen oder den richtigen Umgang mit den (ausgeliehenen) Ausrüstungsgegenständen beherrschen. Die Nutzer nehmen diese Gefahrenhinweise mit dem Kauf der Eintrittskarte zustimmend zur Kenntnis und verpflichten sich, die als Broschüre erhältlichen Verhaltensregeln in der Kletterhalle anzuwenden, um mögliche Risiken zu reduzieren.

        • 4.2 Gefahren in der Halle: Aufgrund der Gefahren durch ins Seil stürzende Kletterer und durch die Gefahr von herabfallenden Gegenstände (z.B. Griffbruch, Sicherungsfehler o.ä.) sind die Sturz- und Fallbereiche unterhalb der Kletterwände möglichst zu meiden und sich ergebende Transitwege außerhalb der Fallbereiche zu benutzen. Die Sicherungszonen der Kletterpartner gelten als Diskretionszone, sodass sichernde Partner nicht unnötig abgelenkt werden dürfen. Beim Routenbau oder bei Wartungsarbeiten gilt eine erhöhte Gefahrenstufe durch herabfallende Gegenstände, sodass die gesperrten Bereiche in keinem Fall betreten werden dürfen. 

        • 4.3 Zusätzliche Gefahren im Outdoorbereich entstehen in Abhängigkeit der Witterung: Wind, Regen, Blitz, Feuchtigkeit, Schnee oder Eis. 

        • 4.4 Spezielle Gefahren beim Seilklettern: Zum Klettern mit Seil ist ein mindestens 50 m langes Seil erforderlich. Stürze beim Klettern, unsachgemäßer Gebrauch von Ausrüstungsgegenständen und falsche Anwendung von Sicherungstechniken und -maßnahmen können zu schweren Gesundheits- und Körperschäden beim Kletterer, beim Sicherer oder bei unbeteiligten Dritten und im Extremfall auch zu tödlichen Verletzungen führen. Das Abweichen vom vorgegebenen Routenverlauf ist verboten, sodass nur die vorgesehene Schlingenreihe verwendet werden darf. Durch das Verlassen der vorgesehenen Schlingenreihe können Strukturen und große Griffe eingeschnitten werden, wodurch es zu Seilbeschädigungen kommen kann. Es ist wichtig, immer aufmerksam zu sichern, die Gefahrenzonen von stürzenden Kletterern oder herabfallenden Gegenständen zu meiden und die Gebrauchsanweisungen der Ausrüstungsgegenstände (vor allem der Sicherungsgeräte) aufmerksam zu studieren. Die meisten schweren Unfälle ereignen sich immer noch durch Sicherungsfehler bzw. durch falsche Anwendung der Sicherungsgeräte und durch falsch oder unvollständig eingebundene Sicherungsknoten (z.B. Wirbelverletzungen). Daher unsere Bitte: Überprüft die Sicherungsfähigkeiten eurer Seilpartner. 

        • 4.5 Spezielle Gefahren beim Bouldern: Stürze beim Bouldern aus großen Höhen können zu schweren Gesundheits- und Körperverletzungen beim Kletterer oder bei unbeteiligten Dritten und im Extremfall auch zu tödlichen Verletzungen führen. Versuche, das Risiko deinem Eigenkönnen anzupassen und vermehrt abzuklettern, anstatt abzuspringen. Versuche dabei, mit beiden Beinen gleichzeitig und mit einer gewissen Körperspannung zu landen und anschließend abzurollen. Meide die Sturzzone anderer Kletterer. Die meisten Unfälle ereignen sich bei unkontrollierten Stürzen zur Seite und bei Stürzen nach hinten, wo mit den Füßen schief und versetzt aufgekommen wird (z.B. Sprunggelenksverletzungen) oder zuerst mit den Armen abgestützt werden muss (z.B. Armbruch). Lasst euch bei großen Höhen oder bei schwierigen Bouldern spotten.

        • 4.6 Spezielle Gefahren beim Klettern mit den Toppas-Geräten (automatische Stahlseilsicherung): Mit den Toppas-Geräten darf nur geradlinig nach oben und mit ausreichend Abstand zu den Seilkletterern geklettert werden. Das Klettern diagonal durch die Wand ist verboten! Stürze von Seilkletterern in das Stahlseil der Toppas-Geräte können zu gefährlichen Unfällen, im Extremfall sogar zu Seilrissen führen. Aus diesem Grunde dürfen die Toppas-Geräte nur in den hierfür vorgesehenen Bereichen (3 Hakenreihen pro Gerät) verwendet werden. Nach dem Gebrauch sind die Seile wieder an den Abdeckungsplanen zu fixieren. Gegenseitige Rücksichtnahme und Absprachen sind erforderlich. Besondere Vorsicht ist durch den fehlenden Partnercheck geboten. Die meisten Unfälle ereignen sich deswegen, weil die Benützer vergessen, sich mit dem Karabiner einzuhängen, und dadurch ungesichert die Wände hochklettern. 

        • 4.7 Kinder und Minderjährige: Für Kinder und Minderjährige ergeben sich beim Aufenthalt in der Kletteranlage und bei ihrer Nutzung besondere Gefahren. Vor allem das Spielen und Herumlaufen in der Halle erzeugt Risiken, bei denen sichernde Personen und andere Kletterer abgelenkt und behindert werden können. Das Spielen und Herumlaufen in der Kletterhalle ist deshalb verboten. Der Aufenthalt im Sturzbereich von Kletterern und Boulderern und im Bereich von herabfallenden Gegenständen ist äußerst gefährlich und kann zu schweren, im Extremfall auch zu tödlichen Verletzungen führen. Deswegen müssen Minderjährige (ohne Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten) während des gesamten Aufenthaltes in der Kletteranlage vom zuständigen Gruppenleiter oder von anderen fachkundig ausgebildeten Erwachsenen (im Auftrag der Erziehungsberechtigten) ununterbrochen beaufsichtigt werden. 

                                                                5. Hygiene und Ordnung

                                                                • 5.1 Straßenschuhe: Das Betreten der sensiblen Sicherheitsböden im Boulderbereich und im Seilkletterbereich ist mit Straßenschuhen nicht erlaubt. Bitte sauberes, trockenes und weiches Schuhwerk verwenden und keine harten Gegenstände auf die Sicherheitsböden legen!
                                                                   
                                                                • 5.2 Garderobe: Wir möchten, dass sich die Kletterer nicht im Freien oder im offenen Kletterhallenbereich umziehen, sondern die hierfür eingerichteten Garderoben benutzen. Bitte nehmt euch zum Verschließen der Garderobenkästen eine 2 € Münze mit. Reparaturkosten werden verrechnet. Für die Garderobe wird nicht gehaftet!

                                                                • 5.3 Rucksäcke und Taschen nicht in die Kletterhalle mitnehmen. Bitte beschränkt euch auf das Nötigste und verschließt eure restlichen Kletterutensilien und vor allem die Wertgegenstände in den Garderobenkästen. Aus den herumliegenden Rucksäcken und Taschen in der Kletterhalle werden immer wieder Wertgegenstände oder Kletterutensilien geklaut. Unser Tipp: alles Nötige in einem weichen Seilkorb verstauen und von Route zu Route mitnehmen. Frei herumliegende Gegenstände, Flaschen, Taschen oder Rucksäcke stellen Hindernisse dar und werden von uns verräumt. 

                                                                • 5.4 Handy, Musik und Tiere: Wir bitten die Benutzer der Kletteranlage während ihres Besuches das Handy lautlos zu schalten und in den Garderoben/Schließfächern zu verstauen. Es kann dich ablenken oder herunterfallen. Das Telefonieren während des Kletterns/Sicherns ist strengstens verboten. Trage keine Kopfhörer: Laute Musik beeinträchtigt deine Aufmerksamkeit und du kannst die Gefahren nicht hören! Das Mitnehmen von Tieren in die Kletteranlage ist nicht erlaubt.

                                                                • 5.5 Oben ohne: Das Klettern ohne T-Shirt im Innenbereich und auf allen Bouldermatten ist aus hygienischen Gründen nicht erwünscht. Dieser Körperkult ist in öffentlichen Kletterhallen weniger cool, als so manche Felskletterer annehmen. Vor allem bei sehr viel und sehr engem Betrieb wird der Kontakt mit verschwitzten Personen als äußerst unangenehm empfunden. 

                                                                • 5.6 Barfuß klettern und Barfuß-Aufenthalt im Bistro ist aus hygienischen Gründen nicht erlaubt. Aufgrund der Infektionsgefahr dürfen unsere Verleihschuhe nur mit Socken getragen werden. Für Anfänger und kleine Kinder sind durchaus auch saubere Hallen-Turnschuhe für ein erstes „Probieren“ geeignet. 

                                                                • 5.7 Liegen gebliebene oder vergessene Gegenstände werden von uns nicht aufbewahrt, sondern kommen in eine hierfür vorgesehene Ablage und werden in regelmäßigen Abständen entsorgt. 

                                                                • 5.8 Alkohol und Rauchen: Das Rauchen ist im gesamten Kletterareal (auch im eingezäunten Außenbereich) verboten. Klettere und bouldere nicht nach Alkoholkonsum.

                                                                • 5.9 Staubbelastung: Wir weisen darauf hin, dass es bei intensivem Kletterbetrieb zu einer erhöhten, für Kleinkinder und Personen mit Atemwegserkrankungen gefährlichen/unangenehmen/problematischen Staub- und Magnesiumbelastung kommen kann. 

                                                                              6. Haftung

                                                                              • Als Anlagenbetreiber übernehmen wir keine Haftung im Falle des Diebstahls oder der Beschädigung von mitgebrachtem Eigentum, es sei denn, uns trifft ein grobes Verschulden oder Vorsatz.

                                                                              • Als Anlagenbetreiber haften wir nicht für Sach- oder Personenschäden, die auf Fehlverhalten durch den Nutzer selbst, andere Nutzer der Kletterhalle oder Fremdfirmen zurückzuführen sind. 

                                                                              • Als Anlagenbetreiber haften wir (außer bei Personenschäden) lediglich für eine eigene grobe Fahrlässigkeit und/oder eines unseres Erfüllungsgehilfen, sofern es im Zuge des Routensetzens und/oder durch einen Griffbruch zu Schäden kommt. Griffe können sich drehen oder brechen, ohne dass dies für uns als Hallenbetreiber vorher erkennbar ist.

                                                                              • Schadenersatzansprüche gegen uns sind der Höhe nach mit der zum Schadenszeitpunkt bestehenden Versicherungssumme unserer Vermögenschadenhaftpflichtversicherung, die sich derzeit auf € 5.000.000,00 beläuft, begrenzt.

                                                                              7. Datenschutz

                                                                              • 7.1 Allgemeines: Als Anlagenbetreiber legen wir auf die Privatsphäre jedes Nutzers großen Wert. Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erfolgt daher stets im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere denen des Datenschutzgesetzes (DSG 2000). Alle Mitarbeiter des Anlagenbetreibers sind zur Einhaltung des Datengeheimnisses gemäß § 15 DSG 2000 verpflichtet worden.

                                                                              • 7.2 Verarbeitung und Übermittlung personenbezogener Daten: Wir verarbeiten eure personenbezogenen Daten grundsätzlich nicht ohne eure Zustimmung. Wir bewahren personenbezogene Daten in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlich vorgeschriebenen Fristen auf. Eine Übermittlung eurer personenbezogenen Daten an Dritte erfolgt ausschließlich mit eurer Zustimmung. Ausgenommen davon sind Übermittlungen, die zur sicheren Nutzung unserer Websites notwendig sind. Die Überlassung von Daten an Auftragsverarbeiter (Dienstleister) erfolgt grundsätzlich nicht.

                                                                              • 7.3 Auskunftsrecht: Entsprechend den Bestimmungen des DSG 2000 habt ihr das Recht, Auskunft über eure von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu erhalten. Für Auskünfte zu Fragen des Datenschutzes und zur Geltendmachung dieses und weiterer Betroffenenrechte (Richtigstellung, Löschung, Widerruf, Widerspruch) meldet euch bitte bei uns (Kontaktdaten: siehe Punkt 1.1 der Benutzerordnung). 

                                                                              • 7.4 Widerrufs- und Widerspruchsrecht: Entsprechend den Bestimmungen des DSG 2000 habt ihr das Recht, die Zustimmung zur Verwendung eurer personenbezogenen Daten jederzeit zu widerrufen. In diesem Fall werden wir eure Daten nicht weiter verwenden und sie unter Beachtung allfälliger gesetzlicher Aufbewahrungsfristen löschen. Ihr habt weiters das Recht, wegen Verletzung eurer überwiegenden schutzwürdigen Geheimhaltungsinteressen Widerspruch gegen die Verwendung eurer Daten einzulegen. Bei Vorliegen dieser Voraussetzung werden wir eure Daten unter Beachtung allfälliger gesetzlicher Aufbewahrungsfristen innerhalb einer Frist von 8 Wochen löschen.

                                                                              8. Gerichtsstand/Erfüllungsort/Anwendbares Recht:

                                                                              Ist der Nutzer Unternehmer, so ist das für Innsbruck sachlich zuständige Gericht für sämtliche Streitigkeiten ausschließlich zuständig. Ist der Nutzer Konsument im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes, so gilt dies nur, wenn er im Gerichtssprengel von Innsbruck seinen Wohnsitz, seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder seinen Ort der Beschäftigung hat. Erfüllungsort für sämtliche Ansprüche und Verpflichtungen ist der Sitz des Anlagenbetreibers. Es gilt ausschließlich das materielle Recht Österreichs unter Ausschluss des nationalen Kollisionsrechts.

                                                                              9. Salvatorische Klausel/Sonstiges

                                                                              Die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen der Benutzerordnung berührt nicht die Rechtswirksamkeit der übrigen Bestimmungen; diesfalls gelten jene Vereinbarungen als getroffen, welche rechtswirksam sind und der ursprünglichen Zielsetzung des Anlagenbetreibers am nächsten kommen. Soweit Schriftlichkeit verlangt wird, genügt auch die Übermittlung per Fax oder per E-Mail diesem Erfordernis.